Neuer Kindle im August?

Ich mag E-Books nicht sonderlich, aber der Buchmarkt scheint das anders zu sehen. Nicht umsonst überschlagen sich die Branchenriesen mit neuen E-Book-Readern und damit zusammenhängender Technik.

Der aktuelle Kindle-Reader

Der aktuelle Kindle-Reader

Den großen Durchbruch hat zu Beginn Amazon mit seinem Kindle E-Book-Reader gemacht, der ein internationaler Erfolg wurde. Doch auch die Konkurrenz schläft natürlich nicht: Sony zog gleich nach und mittlerweile hat auch Apple es sich nicht nehmen lassen, in sein iPad einen grafisch hübsch aufbereiteten E-Book-Reader einzubauen. Nur logisch also, dass der momentan marktführende Amazon-Konzern jetzt irgendwie nachziehen muss.

Laut inoffiziellen Angaben zweier Insider, die der Nachrichtenagentur Blomberg vorliegen, soll deshalb nun im August eine neue Version des Kindle in den USA herauskommen. Vor allem drei technologische Dinge sind es, die dabei verbessert werden sollen:

  1. Das Gerät soll dünner werden und ein wenig eleganter aussehen (man muss ja wissen, was man von so einem Reader hat, eh?)
  2. Die Kontraste sollen erhöht werden, damit sich das Lesen mehr wie bei einem echten Buch anfühlt (warum nimmt man dann kein echtes Buch? Pffft, typisches “Hauptsache alles virtuell”)
  3. Die Zeit für das Umblättern von Seiten soll verkürzt werden.

Einen Touchscreen soll das neue Kindle allerdings immer noch nicht besitzen (DAS wäre mal eine schöne Neuerung – dann würde ich mir das Teil vielleicht sogar mal kaufen). Vielleicht ein Aussöhnungsangebot mit Apple. In der Technologiebranche haben sie sich ja alle so lieb.

Diejenigen Spezialisten, die für 2010 bereits eine vollständige Verdrängung gewöhnlicher Bücher durch E-Books vorausgesagt haben, sehen sich allerdings wiederlegt. Laut aktueller Analysten sollen 2010 gerade mal 6 Millionen E-Book-Reader verkauft werden. Immerhin ist das die doppelte Anzahl der 2009 verkauften Exemplare. Sie machen langsam Fortschritte.

Ich jedenfalls werde noch eine ganze Weile warten, bis ich mir einen E-Book-Reader zulege. E-Books kosten bei den renommierten Verlagen fast genau so viel wie gewöhnliche Bücher und für die muss ich mir kein 300 Euro teures Lesegerät zulegen. Meine Augen tun es auch noch. Außerdem ist es wie bei Apple-Produkten: Die ganzen Deppen den Hype ausleben lassen, darauf warten, dass sie alle Fehler entdecken und wenn diese gefixt sind, noch einmal überlegen, ob man das vielleicht kauft…

Über Pyrochrom
Gestatten, Pyrochrom. Meines Zeichens Oberstufen-Gymnasialschüler aus der südwestlichen Ecke Deutschlands. Nein, nicht der ganz unten, sondern der bei Karlsruhe. Präziser könnte man sagen: In Karlsruhe. Aber das ist nebensächlich. Ich bin bekennender Fantasy-Fan und auch Hobby-Autor, mache mir gerne Gedanken über philosophische Fragen und programmiere. Was vielleicht noch erwähnenswert wäre, ist mein Interesse für die Historik und, dass ich Schlagzeug spiele.

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